Der Bildschirm Ihres Computers ist wie ein aufgeräumter Schreibtisch – und die Fenster sind die Blätter, die darauf liegen. Wer dieses Bild einmal verinnerlicht hat, findet sich auf jedem Computer zurecht. In der vorigen Lektion haben Sie Maus und Tastatur kennengelernt; nun schauen wir uns an, wohin Sie damit zeigen und klicken: auf die Arbeitsfläche mit ihren kleinen Sinnbildern, auf die Leiste am unteren Rand und auf die Fenster, in denen alle Programme laufen. Nehmen Sie sich Zeit und probieren Sie alles ruhig mit – hier kann nichts kaputtgehen.
Der Desktop: Ihr Schreibtisch auf dem Bildschirm
Nach dem Hochfahren begrüßt Sie der Desktop (englisch für „Schreibtischplatte“, gesprochen „Desk-topp“). Das ist die große Fläche, die den ganzen Bildschirm füllt. Im Hintergrund sehen Sie ein Bild – bei Windows 11 oft eine blaue Blüte, aber Sie können dort später auch ein eigenes Foto einrichten, etwa aus dem letzten Urlaub.
Auf dieser Fläche liegen kleine Bildchen: die Symbole (englisch Icons, gesprochen „Eikons“). Jedes Symbol steht für ein Programm, eine Datei oder einen Ordner – so wie ein Etikett auf einer Schublade verrät, was darin steckt. Ein einfacher Klick markiert ein Symbol nur, es wird farbig hinterlegt. Erst ein Doppelklick – zweimal schnell hintereinander mit der linken Maustaste – öffnet es.
Ein Symbol finden Sie auf fast jedem Windows-Computer: den Papierkorb. Dorthin wandern Dateien, die Sie löschen. Und wie beim echten Papierkorb gilt: Was hineinfällt, ist nicht sofort weg. Einen versehentlich „weggeworfenen“ Brief können Sie einfach wieder herausholen, solange der Korb nicht geleert wurde.
Die Taskleiste: die Leiste am unteren Rand
Am unteren Bildschirmrand verläuft eine schmale Leiste, die fast immer sichtbar bleibt: die Taskleiste (englisch task = Aufgabe). Sie ist so etwas wie die Schublade Ihres Schreibtischs, in der die wichtigsten Werkzeuge griffbereit liegen. Drei Bereiche sollten Sie kennen:
- Der Startknopf: das Windows-Zeichen aus vier kleinen Vierecken – bei Windows 11 in der Mitte der Leiste, bei älteren Windows-Versionen ganz links. Ein Klick darauf öffnet das Startmenü, dazu gleich mehr.
- Angeheftete Programme: daneben reihen sich Symbole häufig genutzter Programme, etwa der Browser zum Surfen im Internet. Ein einziger Klick genügt hier zum Starten. Läuft ein Programm gerade, zeigt ein kleiner Strich oder Punkt unter seinem Symbol das an.
- Uhr und kleine Anzeigen: rechts außen sehen Sie Uhrzeit und Datum. Daneben sitzen winzige Symbole, zum Beispiel ein Lautsprecher für die Lautstärke und ein Fächer-Zeichen für die Funkverbindung ins Internet (WLAN) – etwa über Ihre Fritzbox zu Hause.
Das Startmenü: Programme finden und starten
Ein Klick auf den Startknopf öffnet das Startmenü – das Inhaltsverzeichnis Ihres Computers. Bei Windows 11 sehen Sie oben eine Auswahl angehefteter Programme, darunter zuletzt verwendete Dateien. Über die Schaltfläche „Alle Apps“ erreichen Sie eine alphabetische Liste sämtlicher Programme, die auf dem Computer eingerichtet sind – vom Rechner bis zum kostenlosen Schreibprogramm LibreOffice. Auch der Knopf zum Herunterfahren wohnt im Startmenü, das kennen Sie schon aus der ersten Lektion.
Fenster verstehen: Titelleiste und die drei Knöpfe
Jedes Programm, das Sie starten, öffnet sich in einem Fenster: einem rechteckigen Rahmen auf dem Desktop – eben wie ein Blatt Papier, das auf den Schreibtisch gelegt wird. Ganz oben verläuft die Titelleiste. Sie zeigt den Namen des Programms oder des geöffneten Dokuments, und an ihr lässt sich das Fenster „anfassen“. In der rechten oberen Ecke sitzen drei kleine Knöpfe, die in fast jedem Fenster gleich aussehen:
| Knopf | Aussehen | Was er bewirkt |
|---|---|---|
| Minimieren | Ein Strich (–) | Das Fenster verschwindet vom Desktop und legt sich in die Taskleiste. Das Programm läuft weiter – wie ein Blatt, das Sie nur beiseitelegen. |
| Maximieren / Verkleinern | Ein Viereck (☐) | Das Fenster füllt den ganzen Bildschirm aus. Ein erneuter Klick bringt es auf seine vorherige Größe zurück. |
| Schließen | Ein Kreuz (X) | Das Fenster wird zugemacht und das Programm in aller Regel beendet – das Blatt kommt zurück in den Aktenschrank. |
Fenster verschieben, vergrößern und wechseln
Ein Fenster muss nicht dort bleiben, wo es aufgeht. Zum Verschieben zeigen Sie mit der Maus auf die Titelleiste, drücken die linke Maustaste, halten sie gedrückt und ziehen das Fenster an die gewünschte Stelle – erst dort lassen Sie los. Für die Größe fahren Sie mit dem Mauszeiger genau auf einen Fensterrand oder eine Ecke: Der Zeiger wird zu einem Doppelpfeil, und mit gedrückter Maustaste ziehen Sie das Fenster größer oder kleiner, als würden Sie an einem Gummiband ziehen.
Sie können auch mehrere Fenster gleichzeitig offen haben – etwa einen Brief und daneben das E-Mail-Programm. Wie bei mehreren Blättern auf dem Schreibtisch verdeckt das oberste die anderen; verloren geht dabei nichts, die verdeckten Fenster warten geduldig im Hintergrund. Nach vorn holen Sie ein Fenster mit einem Klick auf sein Symbol in der Taskleiste oder auf ein sichtbares Stück des Fensters selbst.
Kleine Übung: Ein Fenster öffnen, bewegen und schließen
- Startmenü öffnen
Klicken Sie auf den Startknopf in der Taskleiste – oder drücken Sie die Windows-Taste links unten auf der Tastatur.
- Den Rechner starten
Tippen Sie
Rechnerund drücken Sie die Eingabetaste. Das Rechner-Programm öffnet sich in einem eigenen Fenster. - Das Fenster verschieben
Fassen Sie das Fenster an der Titelleiste an: Maustaste drücken, gedrückt halten, ziehen – und an anderer Stelle loslassen.
- Maximieren und zurückholen
Klicken Sie auf das Viereck oben rechts: Das Fenster füllt den Bildschirm. Klicken Sie erneut darauf, schrumpft es wieder auf die alte Größe.
- Schließen
Klicken Sie zum Schluss auf das X. Das Fenster verschwindet, der Rechner ist beendet – und Sie haben alle Handgriffe einmal geübt.
Minimieren oder beenden? Der kleine, feine Unterschied
Zum Schluss ein Unterschied, der anfangs oft Verwirrung stiftet. Minimieren versteckt ein Fenster nur: Das Programm arbeitet im Hintergrund weiter und wartet in der Taskleiste auf Sie – wie ein aufgeschlagenes Buch, das Sie kurz zur Seite legen. Schließen über das X beendet das Programm dagegen richtig – das Buch wird zugeklappt und zurück ins Regal gestellt. Beides hat seinen Platz: Was Sie gleich wieder brauchen, minimieren Sie; was für heute erledigt ist, schließen Sie. Viele gleichzeitig laufende Programme können einen älteren Computer übrigens verlangsamen – gelegentliches Aufräumen tut ihm gut.
Damit kennen Sie sich auf der Arbeitsfläche aus: Sie wissen, was Desktop, Symbole und Taskleiste sind, Sie finden jedes Programm über das Startmenü, und Fenster gehorchen Ihnen aufs Wort – verschieben, vergrößern, minimieren, schließen. In der nächsten Lektion öffnen wir den Aktenschrank des Computers: „Dateien und Ordner: Ordnung auf dem Computer“ zeigt Ihnen, wie Sie Briefe, Fotos und andere Dateien ablegen und jederzeit wiederfinden.