Ein Computer ist nichts anderes als eine sehr schnelle Rechenmaschine mit gutem Gedächtnis. Er kann selbst nicht denken und hat keinen eigenen Willen – er führt nur aus, was Menschen ihm auftragen. Das ist eine beruhigende Nachricht: Der Computer „ärgert“ Sie nie mit Absicht. Wenn etwas nicht klappt, gibt es immer einen nachvollziehbaren Grund, und fast alles lässt sich wieder in Ordnung bringen. In dieser ersten Lektion schauen wir uns an, was ein Computer ist, woraus er besteht und welche Gerätearten es gibt.
Eine Maschine, die Anweisungen befolgt
Stellen Sie sich einen sehr fleißigen, aber völlig fantasielosen Angestellten vor: Er erledigt Millionen kleiner Rechenaufgaben in jeder Sekunde, vergisst nichts, was man ihm zum Aufbewahren gibt – aber er tut nur exakt das, was man ihm sagt. Genau so arbeitet ein Computer.
Die Anweisungen bekommt er aus Programmen (auch Software genannt, auf dem Smartphone sagt man Apps). Ein Schreibprogramm sagt dem Computer, wie er Briefe darstellen soll; ein Browser sagt ihm, wie er Webseiten anzeigt. Sie als Benutzerin oder Benutzer steuern das Ganze mit Maus, Tastatur oder – bei Tablet und Smartphone – direkt mit dem Finger.
Die Bestandteile: Was gehört zu einem Computer?
Egal ob großer Büro-Computer oder kleines Smartphone – im Inneren arbeiten immer dieselben Grundbausteine zusammen. Man kann sie sich gut wie die Abteilungen eines kleinen Büros vorstellen:
| Bauteil | Aufgabe – bildlich gesprochen |
|---|---|
| Prozessor | Das „Gehirn“: Er führt alle Rechenschritte aus. Je schneller der Prozessor, desto flotter reagiert der Computer. |
| Arbeitsspeicher | Der „Schreibtisch“: Hier liegt alles, woran gerade gearbeitet wird. Beim Ausschalten wird der Schreibtisch leergeräumt. |
| Festplatte / Speicher | Der „Aktenschrank“: Hier werden Dateien, Fotos und Programme dauerhaft aufbewahrt – auch wenn das Gerät aus ist. |
| Bildschirm | Das „Fenster“ zum Computer: Er zeigt Ihnen alles an. Man sagt auch Monitor oder Display. |
| Tastatur und Maus | Ihre „Sprechverbindung“ zum Gerät: Damit geben Sie Befehle und schreiben Texte. Beim Tablet übernimmt das der Berührbildschirm. |
Alles, was man anfassen kann, heißt übrigens Hardware – die Programme dagegen Software. Ein schöner Merksatz: Hardware ist das, was herunterfällt, wenn man es fallen lässt. Software ist das, was man dabei verliert.
PC, Laptop, Tablet, Smartphone: die Gerätearten
„Computer“ ist ein Sammelbegriff für eine ganze Gerätefamilie. Die vier wichtigsten Mitglieder:
- Der Schreibtisch-Computer (PC): ein Kasten mit getrenntem Bildschirm, Tastatur und Maus. Er bleibt an seinem Platz, bietet den größten Bildschirm und ist ideal für längeres Arbeiten und Schreiben.
- Der Laptop (auch Notebook): ein zusammenklappbarer Computer mit eingebautem Bildschirm, Tastatur und Akku. So leistungsfähig wie ein PC, aber tragbar – vom Schreibtisch auf den Küchentisch in zehn Sekunden.
- Das Tablet: eine flache Scheibe, die fast nur aus Bildschirm besteht. Bedient wird es direkt mit dem Finger. Wunderbar zum Lesen, Fotos ansehen und im Internet stöbern – längere Texte tippt man darauf eher mühsam.
- Das Smartphone: das „schlaue Telefon“ ist ein vollwertiger Computer für die Hosentasche. Telefonieren, fotografieren, Nachrichten schreiben, im Internet nachschlagen – es kann fast alles, nur eben auf kleinem Bildschirm.
Ein- und ausschalten – so gehört es sich
Den Computer richtig starten und beenden
- Einschalten
Drücken Sie kurz den Einschaltknopf. Er trägt fast immer dieses Symbol: ein Kreis mit einem kleinen Strich (⏻). Beim Laptop klappen Sie vorher den Bildschirm auf.
- Kurz warten
Der Computer „fährt hoch“: Er lädt sein Betriebssystem, das kann eine halbe Minute dauern. Ruhe bewahren – mehrfaches Drücken beschleunigt nichts.
- Arbeiten und ausprobieren
Ist der Startbildschirm da, kann es losgehen. Was Sie dort sehen und wie Sie sich zurechtfinden, üben wir in den nächsten Lektionen.
- Richtig ausschalten
Zum Schluss nicht einfach den Stecker ziehen! Wählen Sie im Startmenü den Punkt „Herunterfahren“. So kann der Computer alles ordentlich wegräumen – wie ein Ladenbesitzer, der abends abschließt und nicht einfach das Licht ausknipst und wegrennt.
Damit haben Sie das Fundament gelegt: Sie wissen jetzt, was ein Computer ist, woraus er besteht und welche Gerätearten es gibt. In der nächsten Lektion nehmen wir die beiden wichtigsten Werkzeuge in die Hand, mit denen Sie den Computer steuern: die Maus und die Tastatur.