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Stufe: Einfach · Lektion 6 von 10

Der Browser: Ihr Tor ins Internet

Firefox, Chrome, Edge oder Safari – mit einem Browser öffnen Sie jede Webseite der Welt. Diese Lektion zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Adressen eintippen, vor- und zurückblättern, mit Tabs arbeiten und Lieblingsseiten als Lesezeichen speichern.

Keine Vorkenntnisse nötig Lesezeit: ca. 13 Minuten

Das lernen Sie in dieser Lektion

  • Sie wissen, was ein Browser ist, und erkennen die vier bekannten Browser Firefox, Chrome, Edge und Safari.
  • Sie können eine Internetadresse in die Adresszeile eintippen und so jede Webseite aufrufen.
  • Sie blättern mit dem Zurück- und dem Vor-Knopf durch besuchte Seiten und laden eine Seite neu.
  • Sie halten mit Tabs mehrere Webseiten gleichzeitig geöffnet, ohne den Überblick zu verlieren.
  • Sie speichern Lieblingsseiten als Lesezeichen und wissen, was das Schloss-Symbol in der Adresszeile bedeutet.

Ein Browser ist das Programm, mit dem Sie Webseiten öffnen und lesen – Ihre Tür ins Internet. In der vorigen Lektion haben Sie erfahren, was das Internet ist: ein weltweites Netz voller Informationen. Um dieses Netz zu betreten, brauchen Sie ein Werkzeug, und genau das ist der Browser. Die gute Nachricht gleich vorweg: Ein Browser ist auf jedem Computer, Tablet und Smartphone bereits vorhanden, er kostet nichts, und beim Ausprobieren kann nichts kaputtgehen. In dieser Lektion lernen Sie die wichtigsten Handgriffe kennen – vom Eintippen einer Adresse bis zum Lesezeichen für Ihre Lieblingsseite.

Was ist ein Browser – und welche gibt es?

Das englische Wort „to browse“ bedeutet „stöbern“ oder „blättern“ – und genau das tut ein Browser für Sie: Er holt die gewünschte Webseite aus dem Internet und zeigt sie auf Ihrem Bildschirm an, mit allen Texten, Bildern und Knöpfen. Ein Vergleich: Wenn das Internet eine riesige Bibliothek ist, dann ist der Browser Ihr Lesegerät: Er holt jedes gewünschte Buch und schlägt die richtige Seite auf.

Vier Browser sind besonders verbreitet. Alle vier sind kostenlos, und mindestens einer davon ist auf Ihrem Gerät schon eingerichtet:

BrowserHerstellerWo Sie ihn meist finden
EdgeMicrosoftAuf Windows-Computern (etwa mit Windows 11) schon eingebaut. Symbol: eine grün-blaue Welle.
SafariAppleAuf iPhone, iPad und Apple-Computern schon eingebaut. Symbol: ein blauer Kompass.
ChromeGoogleAuf den meisten Android-Smartphones und -Tablets vorhanden. Symbol: ein bunter Kreis.
FirefoxMozilla (eine gemeinnützige Organisation)Nicht vorinstalliert, aber auf allen Geräten kostenlos nachzurüsten. Symbol: ein Fuchs um eine blaue Kugel.

Das Wichtigste dabei: Alle vier Browser können dasselbe. Sie zeigen dieselben Webseiten an und werden fast gleich bedient – wie Autos verschiedener Marken, bei denen Lenkrad und Pedale überall am gleichen Platz sitzen. Nutzen Sie also einfach den Browser, der auf Ihrem Gerät schon vorhanden ist.

Die Adresszeile: das Eingabefeld ganz oben

Am oberen Rand des Browserfensters sehen Sie ein langes, helles Eingabefeld: die Adresszeile. Jede Webseite der Welt hat eine eindeutige Internetadresse (auf Englisch URL) – so wie jedes Haus eine Postanschrift hat. Die Adresse dieser Lernseite lautet zum Beispiel www.klick-wissen.de. Tippen Sie eine solche Adresse in die Adresszeile und bestätigen Sie mit der Eingabetaste, bringt der Browser Sie direkt dorthin – wie ein Taxifahrer, dem Sie Straße und Hausnummer nennen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Adresszeile und Suchfeld: In die Adresszeile gehört eine genaue Adresse, wenn Sie das Ziel schon kennen. Ein Suchfeld – etwa auf der Webseite einer Suchmaschine – ist dagegen für Fragen da: Sie tippen ein paar Stichwörter ein und bekommen eine Liste passender Webseiten vorgeschlagen. Moderne Browser sind hier übrigens nachsichtig: Tippen Sie in die Adresszeile etwas ein, das keine Adresse ist, starten sie automatisch eine Suche – schiefgehen kann also nichts.

Schritt für Schritt: eine Webseite aufrufen

Den ersten Besuch einer Webseite haben Sie in der Lektion „Was ist das Internet?“ bereits gewagt. Hier kommt der Ablauf noch einmal in aller Ruhe – zum Nachschlagen und Einüben, bis er in Fleisch und Blut übergeht:

So besuchen Sie Ihre erste Webseite

  1. Browser öffnen

    Klicken Sie doppelt auf das Browser-Symbol – am Tablet oder Smartphone genügt ein Fingertipp. Das Browserfenster öffnet sich.

  2. In die Adresszeile klicken

    Klicken Sie einmal in das lange Eingabefeld am oberen Rand. Steht dort schon Text, wird er blau markiert und verschwindet, sobald Sie zu tippen beginnen – Sie müssen nichts löschen.

  3. Adresse eintippen und bestätigen

    Tippen Sie zum Beispiel www.tagesschau.de und drücken Sie die Eingabetaste (Enter) – die große Taste rechts auf der Tastatur. Der Browser holt nun die Seite.

  4. Lesen und weiterblättern

    Nach ein bis zwei Sekunden erscheint die Webseite. Rollen Sie mit dem Mausrad nach unten, um weiterzulesen – das nennt man scrollen (englisch für „rollen“). Am Tablet wischen Sie einfach mit dem Finger nach oben.

Zurück, vor und neu laden

Oben links im Browser finden Sie zwei Pfeile. Der Zurück-Knopf (Pfeil nach links) bringt Sie zur zuvor besuchten Seite – wie das Zurückblättern in einem Buch. Der Vor-Knopf (Pfeil nach rechts) blättert wieder vorwärts, falls Sie zu weit zurückgegangen sind. Sie können sich im Internet also gar nicht verirren: Der Zurück-Knopf führt Sie immer wieder auf den bekannten Weg.

Daneben sitzt ein Knopf mit einem Kreispfeil: „Seite neu laden“ (auch „aktualisieren“ genannt). Der Browser holt die Seite dann noch einmal frisch aus dem Internet. Das hilft, wenn eine Seite hängen bleibt oder Sie den neuesten Stand sehen möchten. Am Computer erledigt das auch die Taste F5 in der obersten Tastaturreihe.

Tabs: mehrere Webseiten gleichzeitig

Sie müssen eine Webseite nicht schließen, um eine zweite zu öffnen. Browser arbeiten mit Tabs (gesprochen „Täbs“, auf Deutsch Registerkarten): kleinen Reitern am oberen Fensterrand, wie die Karteireiter in einem Aktenordner. Jeder Reiter hält eine eigene Webseite bereit – ein Klick darauf, und sie liegt oben. Einen neuen Tab öffnen Sie über das Plus-Zeichen neben dem letzten Reiter oder mit Strg + T; geschlossen wird er über das kleine x im Reiter. Praktisch ist das zum Beispiel so:

  • Rezept und Einkaufsliste: Das Kuchenrezept bleibt im ersten Tab geöffnet, während Sie im zweiten nachschlagen, wo es die Zutaten gibt.
  • Nachrichten und E-Mail: Ihr E-Mail-Postfach wartet in einem Tab, während Sie in einem anderen in Ruhe die Nachrichten lesen.
  • Angebote vergleichen: Zwei Reiseangebote in zwei Tabs – so wechseln Sie mit einem Klick hin und her, statt ständig neu zu suchen.

Und wenn Sie einen Tab versehentlich schließen? Kein Verlust: Die Webseite ist nicht weg – Sie rufen sie einfach erneut auf. Oder Sie setzen ein Lesezeichen, damit das noch schneller geht.

Lesezeichen: Lieblingsseiten merken

Niemand möchte jeden Tag dieselbe Adresse neu eintippen. Dafür gibt es Lesezeichen – in Edge heißen sie Favoriten. Sie funktionieren wie das Lesezeichen in einem Buch: Der Browser merkt sich die Seite, und Sie schlagen sie später mit einem Klick wieder auf. Gespeichert wird in den meisten Browsern über das Stern-Symbol rechts in der Adresszeile: Stern anklicken, Vorschlag bestätigen – fertig. Nur in Safari geht es anders: Dort tippen Sie auf das Teilen-Symbol (ein Viereck mit Pfeil nach oben) und wählen „Lesezeichen hinzufügen“. Ihre gesammelten Lesezeichen finden Sie im Menü des Browsers wieder, meist hinter drei Punkten oder drei Strichen oben rechts.

Ebenfalls praktisch: die Startseite. Das ist die Webseite, die der Browser bei jedem Start automatisch öffnet. In den Einstellungen des Browsers – ebenfalls im Menü oben rechts – legen Sie selbst fest, welche das sein soll: Ihre Lieblings-Nachrichtenseite, Ihr E-Mail-Postfach oder gern auch Klickwissen. So beginnt jeder Ausflug ins Internet an einem vertrauten Ort.

Damit ist Ihr Tor ins Internet weit geöffnet: Sie können Webseiten aufrufen, vor- und zurückblättern, mit Tabs mehrere Seiten gleichzeitig nutzen und Ihre Lieblingsseiten als Lesezeichen aufbewahren. Eine Frage bleibt allerdings noch: Was tun, wenn Sie die Adresse einer Seite gar nicht kennen? Genau dafür gibt es Suchmaschinen – und um die geht es in der nächsten Lektion: „Suchen und Finden im Internet“.

Testen Sie Ihr Wissen

4 kurze Fragen zu dieser Lektion. Die Auswertung geschieht direkt in Ihrem Browser – nichts wird übertragen, und niemand sieht Ihr Ergebnis.

1 Was ist ein Browser?
2 Firefox, Chrome, Edge und Safari – was stimmt?
3 Wozu dienen Tabs (Registerkarten)?
4 Was bedeutet das Schloss-Symbol in der Adresszeile?

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